Schlehdorn

Sammelzeit Beeren u. Waldfrüchten >>

lateinischer Name: Prunus spinosa

Vorkommen und Fundorte:

 Der Schlehdorn bevorzugt sonnige Standorte an Weg- und Waldrändern und felsigen Hängen oder in Gebüschen, bei eher kalkhaltigen, oft auch steinigen Böden. Er ist auch als Heckenpflanze weit verbreitet. Man findet ihn häufig in Gesellschaft von Wacholder, Berberitze, Haselnuss, Wildrosen und Weissdornarten. Auf den Dünen an der Ostsee ist er oft mit Weiden vergesellschaftet. Der Schlehdorn besiedelt geeignete Standorte von der Ebene bis in Höhenlagen von 1400 m.

Sammelzeit:

  Blüten: April und Mai
Wurzelrinde: Oktober und November
Früchte: Spätherbst und Winter

Inhaltsstoffe:

 Gerbstoffe, Amygdalin, Emulsin, Nitritglykosid, fettes Öl, Apfelsäure, Glykoside, wenig Blausäure

Anwendung als Heilpflanze / Medizinische Wirkung:

Die medizinische Wirkung der Schlehe ist adstringierend (zusammenziehend), harntreibend, schwach abführend und entzündungshemmend. Getrocknete Blüten als Teeaufguss werden zur Blutreinigung bei Hautkrankheiten und rheumatischen Beschwerden eingesetzt sowie als Gurgelmittel bei leichten Entzündungen der Mund- und Rachenschleimhaut. Die harntreibende Wirkung beugt Harn- und Nierensteinen vor. Mus oder Marmelade aus den Beeren wirkt gegen Appetitlosigkeit.

 Verwendung in der Küche:

Die Blüten werden als Heilpflanze in Form von Tee zur Blutreinigung und Frühjahrskur verwendet.

Die Früchte werden zur Herstellung von Marmeladen, Fruchtsäften, Likör, Branntwein, Fruchtweinen und Spirituosen genutzt. In manchen Gegenden werden sie auch dem Apfelwein zugesetzt. Man erntet und verarbeitet die Früchte nach dem ersten Frost.

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